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Historie

Gemessen an vielen anderen Musikvereinen kann der Musikverein Pfalzel noch getrost als „jugendlich“ angesehen werden, obwohl das Gründungsjahr 1972 über die wahren Anfänge der musikalischen Aktivitäten in Pfalzel hinwegtäuscht.Bereits vor dem 2. Weltkrieg wurden durch einige Pfalzeler Musikfreunde öffentliche – insbesondere kirchliche – Anlasse mitgestaltet. Die Wurzeln des Musikverein Pfalzel liegen in den Jahren kurz nach dem 2. Weltkrieg und sind unzweifelhaft mit einem Namen verbunden: Nikolaus Weber (1886 – 1979). Er legte aus kleinsten Anfängen heraus auf privater Ebene den Grundstein des späteren Vereins.

Nikolaus Weber, Zimmermeister und Ehrenmitglied im MVP, hielt mit seinen Söhnen und anderen Musikbegeisterten aus Pfalzel in seiner Werkstatt regelmäßig Proben ab. Da Frau Weber immer für das leibliche Wohl sorgte und im Keller der Familie Weber ausreichend Viez lagerte, darf man den Erzählungen wohl Glauben schenken, dass es oft sehr lustig zuging. Die damals herrschende Kameradschaft hat die vergangenen 6 Jahrzehnte stark geprägt, was man auch heute noch an der einen oder anderen sehr lustigen Probe erkennen kann. Aufgrund seiner vielfältigen Funktionen als Betreuer, Dirigent und aktiver Musiker wurde Nikolaus Weber meist nur „Vater Weber“ genannt. „Vater Weber“, der auch aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Pfalzel war, legte schließlich den Grundstein für eine Feuerwehrkapelle, die jedoch mit  der Zeit mehr und mehr in eine Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr umfunktioniert wurde. Die Ära der Musikkapelle und damit auch des Musikvereins ging jedoch nach nicht allzu langer Zeit 1969 zu Ende. Ein Grund war unter anderem die Eingemeindung Pfalzels zu Trier.

Ein Neubeginn

Pfalzel ohne einen Musikverein wollten und konnten sich weder die aktiven Musiker noch ein Großteil der Bevölkerung vorstellen. Aus diesem Grund startete schon bald eine erfolgreiche Unterstützungsaktion durch die Bevölkerung, initiiert und getragen durch die aktiven Musiker der ehemaligen Feuerwehrkapelle. In kurzer Zeit erklärten sich 450 Personen bereit einem neuen Musikverein beizutreten, womit eine gesicherte Grundlage für die Gründung eines selbstständigen Vereins geschaffen war. Zu dieser Gründung und der Wahl des 1. Vereinsvorstandes kam es dann am 5. Juli 1972 im vollbesetzten großen Saal des Pfalzeler Pfarrheims. Zum Führungsduo wurden Alfred Hess und Kurt Herbertz gewählt.Am 3. September 1972, kurz nach seiner Gründung, spielte der Musikverein mit großem Erfolg sein erstes Konzert auf dem alten Friedhof. Schnell wurde beschlossen regelmäßige Veranstaltungen ins Leben zu rufen, wie die erstmalig am 16. Dezember 1972 stattfindende Weihnachtsfeier und das Waldfest, das sich seit 1973 großer Beliebtheit erfreut, nicht zuletzt wegen der leckeren Erbsensuppe. Die zahlreichen und gut besuchten Veranstaltungen erlaubten es dem Verein schließlich auch einmal in die eigenen Taschen zu investieren, so dass die Musiker des noch jungen Musikvereins bereits beim Muttertagskonzert 1973 in neuen Uniformen auftreten konnten. Noch im selben Jahr hatte der Vorstand dann die Vision, Pfalzel wieder in eine Karnevalshochburg zu verwandeln und so fand am 9. Februar 1974 die erste Kappensitzung im Pfarrheim statt. Aus diesen ersten Bewegungen ist im Laufe der Zeit der Karnevalsverein Pallenzia entstanden.

 

Bild: Pfalzel, Wallmauer, Moselbastion von Wiki-Nutzer “Meulenwald”